Was würdest du tun, wenn du für eine Woche Premierminister:in wärst? Oder die UNO leiten müsstest? Oder als Weltbankchef:in darüber entscheidest, wie die Weltwirtschaft weiterläuft? Genau diese Herausforderung wartete kurz vor den Sommerferien auf die ersten Klassen beim World Peace Game.
Der Klassenraum wurde zur Weltbühne: Vier Nationen, die UNO, die Weltbank, Waffenhändler und sogar ein Wettergott mussten gemeinsam mehr als 50 miteinander verknüpfte Krisen meistern. Hungersnöte, Inflation, Klimakrise, Flüchtlingsbewegungen, Kriege oder Naturkatastrophen – Probleme gab es genug. Die gute Nachricht: Aufgeben war keine Option.
Vier Tage lang wurde verhandelt, diskutiert, kalkuliert und manchmal auch ordentlich geschwitzt. Budgets mussten gesichert, Bündnisse geschlossen und kreative Lösungen gefunden werden. Schnell wurde klar: Wer nur an sich denkt, verliert. Wer zusammenarbeitet, hat eine Chance, die Welt zu retten.
Das World Peace Game zeigt eindrucksvoll, wie komplex globale Zusammenhänge sind – und dass jede Entscheidung Konsequenzen hat. Gleichzeitig erleben die Schülerinnen und Schüler, dass Kommunikation, Teamgeist und Verantwortungsbewusstsein oft die stärksten Werkzeuge sind. Ganz nebenbei wird Weltpolitik plötzlich greifbar und alles andere als trocken.
Zum Abschluss wurden besondere Leistungen mit dem Friedenspreis, dem Menschenrechtspreis, dem Umweltpreis und dem Vielseitigkeitspreis ausgezeichnet. Gewonnen haben am Ende aber alle: an Erfahrung, neuen Perspektiven und der Erkenntnis, dass Frieden keine Selbstverständlichkeit ist, sondern täglich gemeinsam gestaltet werden muss.
Ein besonderes Lernformat braucht besondere Voraussetzungen. Das Modul zählt zu den wenigen Schulen in Österreich, die das World Peace Game personell und räumlich durchführen können. Mit Anna Lanen, Benedikt Hobel und Anna Wulz begleiten drei ausgebildete Spielleiter:innen dieses außergewöhnliche Planspiel und machen aus einer Schulwoche eine Erfahrung, die weit über den Unterricht hinaus nachwirkt.



