
Wir bilden unsere Schüler:innen an den Tourismusschulen MODUL nach modernsten Standards aus, um sie für die sich rapide verändernde Gesellschaft und Arbeitswelt vorzubereiten. Das bedeutet auch, vor generativer KI und anderen KI-basierter Systemen nicht zurückzuschrecken, sondern die Schüler:innen mit diesen Veränderungen vertraut zu machen und ihren Einsatz zu begleiten. KI zu sinnvoll zu nutzen, bedeutet nicht nur, das System verwenden zu können, sondern die Ergebnisse auch kritisch zu hinterfragen. Diesen Lernprozess begleiten wir an unserem Schulstandort, in dem wir schultaugliche KI-Tools zur Verfügung stellen, unser Lehrpersonal fortlaufend weiterbilden und im aktiven Austausch mit anderen Schulen innovative Lehrkonzepte teilen.

Unsere Schüler:innen erhalten für Unterrichtsprojekte, die KI-Nutzung erfordern, einen Zugang zu den KI-Tools im System Fobizz. Die KI-Tools funktionieren wie bekannte KI-Chat und Chatbotplattformen (ChatGPT, Gemini, …), sind aber technisch so gestaltet, dass
Ebenso verfügt die Software Fobizz verschärfte Jugendschutzfilter. Nähere Infos dazu hier Fobizz KI-Tools und die KI-Verordnung.
Die von Fobizz gebotene technische Infrastruktur ermöglicht uns, abseits der gängigen Bedenken und in einem technisch sicheren Rahmen unseren Schüler:innen wesentliche KI-Kompetenzen zu vermitteln. Diese umfassen beispielsweise
Auch zuhause kann KI-Einsatz beim Lernen unterstützen. Für Eltern gibt es hier hilfreiche Tipps. Handreichung Künstliche Intelligenz - ein Zukunftsthema an unserer Schule (Fobizz)
An unserem Schulstandort legen wir Wert auf sinnvollen KI-Einsatz, der unsere Arbeit ergänzt (und nicht etwa ersetzt). Sowohl Lehrpersonen als auch Schüler:innen halten KI-Nutzungsrichtlinien ein (wie etwa Kennzeichnungs- oder Dokumentationspflichten). Zudem nimmt unser Lehrkörper nimmt an regelmäßigen Fortbildungen zu KI-Tools und deren Einsatzmöglichkeiten im Unterricht teil.
Abseits des Hypes um KI-Anwendungen stellen wir uns die Frage: Wann ist es tatsächlich didaktisch sinnvoll, mit KI-Tools zu arbeiten?
Denn: Nicht jede Lernphase profitiert davon, wenn sie mit einer KI durchgeführt wird. Daher arbeiten wir projektbezogen dann mit KI im Unterricht, wenn der Einsatz sinnvoll ist. Dies ist etwa dann gegeben, wenn ein KI-Tool Lernen vertieft, ergänzt oder zugänglicher macht. Geht es um den persönlichen Erwerb von Fachwissen, kann KI-Einsatz auch lernhemmend wirken, weshalb wir auch gezielt KI-freie Lernphasen gestalten.
In Lernphasen, die von KI-Anwendungen profitieren, wird der Unterricht projektbasiert um KI-Anwendungen erweitert. In diesen Projekten wird der KI-Einsatz begleitet und reflektiert, um KI-Kompetenzen (wie Prompting, Ergebnisse hinterfragen) zu schulen.
In anderen Lernsituationen hingegen ist wiederum eine KI-freie Umgebung wichtig, um den Erwerb von eigenständigem Wissenserwerb und Wissensanwendung zu ermöglichen. In solchen Lernphasen arbeiten wir mit der gesicherten Umgebung von NetFX (PC-Raum) oder der vom Bildungsministerium zur Verfügung gestellten Umgebung von Next Exam (in Laptopklassen). Beide Tools sind datenschutzkonform und ermöglichen sowohl KI-freie Lernphasen im Unterricht als auch KI-freie Prüfungsumgebungen.

Wir begleiten die abschließenden vorwissenschaftlichen Arbeiten, die unsere Schüler:innen des 4. und 5. Jahrganges verfassen und im Zuge der Reife- und Diplomprüfung präsentieren, durch die KI-bedingten Veränderungen im Forschungs- und Schreibprozess. Die Nutzung von KI-Tools für Diplomarbeiten ist optional und erlaubt, sofern die KI-Nutzungsrichtlinien eingehalten werden.
Der Forschungs- und Schreibprozess selbst wird von KI-Tools jedoch nicht ersetzt, sondern ergänzt oder prozedural leicht verändert. Daher begleiten wir sowohl den klassischen Forschungs- und Schreibprozess (Rechercheschulungen, Meilensteine im Schreibprozess, Schreibdidaktische Begleitung) als auch sinnvolle KI-Nutzung (Schulungen für Fobizz-KI-Tools spezifisch für die Diplomarbeiten, klare Richtlinien, Beratung bei KI-Einsatz in der Diplomarbeit).
Unsere zentrale Plattform für die umfassende Begleitung der Diplomarbeiten in Zeiten von generativer KI ist ein Eduvidual-Kurs, der zur Prozessbegleitung und -dokumentation von Diplomarbeiten dient. Unsere Schüler:innen nutzen den Kurs als Ressource und Übersichtsplattform. Anderen Schulen stellen wir die Plattform als OER-Ressource (Open Educational Resource) in der Eduthek per CC-Lizenz zur Verfügung. Die Entwicklung dieser Plattform wurde im Zeitraum von 2024 bis 2026 aus Mitteln der Innovationsstiftung für Bildung (Projekt Embracing Technology) finanziert.