Die Welt ist groß. Am MODUL versuchen wir deshalb, möglichst viele Perspektiven kennenzulernen – auch jene, die uns im Alltag oft verborgen bleiben.
Wie fühlt es sich an, wenn man nicht sehen oder nicht gehen kann? Dieser Frage widmen sich unsere zweiten Jahrgänge jedes Jahr im Barrierefrei-Workshop. Eine Erfahrung, die nicht nur Augen öffnet, sondern auch zum Nachdenken anregt.
Diesmal stand außerdem eine ganz besondere Form der Kommunikation im Mittelpunkt: die Gebärdensprache. Die Klassen 2A und 2C besuchten die interaktive Ausstellung „Hands Up - Erlebnis Stille“ und tauchten dort in die Welt gehörloser Menschen ein. Dabei wurde schnell klar: Verständigung funktioniert auch ohne ein einziges gesprochenes Wort.
Besonders beeindruckend war die Leiterin der Ausstellung, die eine ganze Stunde lang die Kommunikation mit der Gruppe aufrechterhielt – obwohl kaum jemand Gebärdensprache beherrschte. Nach und nach wurde allen bewusst, wie komplex, präzise und ausdrucksstark diese Sprache ist und welche Herausforderungen gehörlose Menschen im Alltag meistern.
Für manche war es gar nicht so einfach, eine Stunde lang auf die eigene Stimme zu verzichten. Doch genau darin lag der Reiz: Gewohnheiten hinter sich lassen, Neues ausprobieren und die Welt einmal aus einer anderen Perspektive erleben.


