Ende März wurde der Jungbarkeeper-Unterricht des Kolleg 4 kurzerhand zur Versuchsküche für anspruchsvolle Geschmacksknospen. Im Mittelpunkt: der „Apothekör“ – ein Edelbitter-Likör mit Rosenknospen, der nicht nur nach Kräuterkunde klingt, sondern auch genau so vielschichtig schmeckt.
Und wie kam jetzt der Kärntner „Apothekör“ nach Wien ins MODUL? Ganz einfach: Dr. Klaus Schirmer, CEO und kreativer Kopf hinter dem „Apothekör“, und Fachvorstand Didier El Senosy haben sich im Austrian House während der Paralympics in Cortina kennengelernt – dort, wo unsere Kolleg-Schüler:innen für das leibliche Wohl der Gäste sorgten. Schnell war klar: Dieses außergewöhnliche Getränk wollen wir uns näher anschauen.
Nach einer ersten Annäherung in Form von Produktbesprechung und Verkostung wurde es kreativ: Drei Teams machten sich daran, eigene Cocktailkreationen zu entwickeln. Zwischen Shaker, Jigger und einer gesunden Portion Experimentierfreude entstanden überraschende Interpretationen – mal floral, mal herb, mal mit dem gewissen Twist, der für hochgezogene Augenbrauen und zustimmendes Nicken sorgte.
Die anschließende Verkostung und Diskussionder Eigenkreationen der Schülerinnen und Schüler brachte nicht nur unterschiedliche Geschmäcker, sondern auch spannende Perspektiven zusammen. Was funktioniert? Was überrascht? Und wann wird aus „interessant“ ein echtes Lieblingsgetränk? Die Antworten waren so vielfältig wie die Drinks selbst.
Ein besonderes Highlight: Der Erfinder Dr. Klaus Schirmer war persönlich vor Ort. Als Apotheker mit fundierter Erfahrung in der Gesundheitsbranche bringt er nicht nur Fachwissen, sondern auch eine klare Vision mit. Mit dem „Apothekör“ hat er ein Produkt geschaffen, das längst seinen Weg in renommierte österreichische Haubenlokale gefunden hat – und dabei zeigt, dass Bitter alles andere als langweilig ist.
Fazit des Workshops: Edelbitter ist längst nicht mehr nur für eingefleischte Puristinnen und Puristen. Dieser Tag hat gezeigt, wie vielseitig, überraschend und vor allem mixbar ein charakterstarker Likör sein kann.
Fotos © Wolfgang Lehner




