Das World Peace Game – wenn Schule zur Weltbühne wird

Gemeinsam statt gegeneinander

Was passiert, wenn Jugendliche plötzlich Verantwortung für die ganze Welt tragen? Im World Peace Game wird der Klassenraum zur globalen Bühne – und unsere Schüler:innen zu Entscheidungsträger:innen, deren Handlungen echte Konsequenzen haben.

Dieses geopolitische Planspiel fordert heraus, überfordert manchmal – und man wächst genau daran. Was zunächst wie ein Kriegsspiel wirkt, wird schnell zu einer intensiven Erfahrung über Frieden, Verantwortung, Moral und Zusammenarbeit. Ziel ist es, junge Menschen nicht nur fachlich, sondern menschlich auf die Herausforderungen der Zukunft vorzubereiten.

Entscheidungen unter Druck – gemeinsam statt gegeneinander
Eine Woche lang schlüpfen die Schüler:innen der ersten Klassen in zentrale Rollen der Weltpolitik: als UNO-Generalsekretär:in, Premierminister:in, Rechtsberater:in oder Weltbankchef:in. In internationalen Teams stehen sie vor realitätsnahen Krisen – von Umweltkatastrophen über territoriale Konflikte bis hin zu den Folgen des Klimawandels.

Es wird verhandelt, gestritten, gezweifelt und neu gedacht. Entscheidungen müssen unter Zeitdruck getroffen werden, Allianzen entstehen, alte Positionen werden hinterfragt. Schnell wird klar: Alleine gewinnt niemand. Frieden ist Teamarbeit.

„Ich habe gelernt, Verantwortung zu übernehmen“
Die größte Wirkung entfaltet das World Peace Game in den Gedanken der Schüler:innen selbst. Ihre Reflexionen zeigen, wie tief das Spiel berührt:

„Als wir darüber diskutierten, ob Geld wichtiger ist als der Schutz von Tieren, standen wir plötzlich vor einer echten moralischen Entscheidung. Ich habe den Vertrag über den 200-Milliarden-Schatz zerrissen – und das Korallenriff wurde von der UNO zum Naturschutzgebiet erklärt.“
(Rechtsberaterin der juristischen Kommission und oberste Richterin)

„Am Anfang dachte jeder nur an sein eigenes Land. Doch irgendwann verstanden wir, dass manche Krisen nur lösbar sind, wenn man teilt, verzichtet und gemeinsam Verantwortung übernimmt.“
(Außenministerin des zu Spielbeginn ärmsten Landes)

„Ich wollte zuerst Krieg führen – aus Spaß. Aber dann habe ich begriffen, dass echter Frieden Mut braucht. Den Mut, zuzuhören, Bündnisse einzugehen und auf Gewalt zu verzichten.“
(Premierminister und Träger des WPG-Friedenspreises)

„Nach jedem Schlag folgt Rache. Gewalt hört nie auf.“
(Verteidigungsministerin des militärisch überlegensten Landes)

„Erzwungener Frieden ist nicht dasselbe wie freiwilliger. Deshalb ist gewaltfreier Frieden immer der bessere Weg.“
(CEO der Waffenhändlerfirma „Knallhart Discount“)

Lernen, das bleibt
Das World Peace Game ist kein Projekt, das endet, wenn die Woche vorbei ist. Es wirkt nach. Es verändert Perspektiven, schärft das Bewusstsein für globale Zusammenhänge und zeigt, wie komplex – und gleichzeitig gestaltbar – unsere Welt ist.

Beste Voraussetzungen für ein besonderes Lernformat 
Wir zählen zu den wenigen Schulen in Österreich, die dieses außergewöhnliche Planspiel räumlich und personell umsetzen können. Mit den Lehrkräften Anna Lanen, Daria Filek, Benedikt Hobel und Anna Wulz stehen vier ausgebildete Spielleiter:innen bereit.

Mit großer Überzeugung und viel Herz bringen wir das World Peace Game in den Unterricht – und freuen uns auf intensive Gespräche, mutige Entscheidungen und junge Menschen, die erleben, dass Frieden keine Selbstverständlichkeit ist, sondern eine gemeinsame Aufgabe.